Herzlich Willkommen

Ein mesolithischer Einzelfund, zwei Hallstattgräber mit Beigaben und Spuren eines römischen Gebäudes bürgen für eine frühe und dauernde Besiedlung der Ortschaft (58 vor bis 401 nach Christi Geburt).

Urkundlich ist unser Dorf erstmals im Jahr 1048 erwähnt worden. Die erste Kirche wurde am 16. August 1048 eingeweiht. Diese befand sich bereits an der Stelle der heutigen Kirche. Die Kirche steht unter eidgenössischem und die Rochuskapelle sowie das Pfarrhaus unter kantonalem Denkmalschutz. Bis zum Jahre 1415 gehörte "Vischpach" und das damals genannte "Gösselikon" zum Habsburgeramt Villmergen.

Viel Unruhe brachten die beiden Villmergerkriege (der zweite Villmergerkrieg von 1712 ist als grösster und blutigster Religionskrieg in die Schweizer Geschichte eingegangen) in die Gegend. Südlich von Fischbach (heutiges Tannholz/Buecholz) fand am 26. Mai 1712 die sogenannte "Staudenschlacht" statt. Fischbach lag damals mitten in der Verteidigungslinie. Im Jahr 1798 wurden die beiden Dörfer zu einer Einwohnergemeinde zusammengeschlossen.

Sage / Wie Bremgarten den Fischbacher Wald erhielt

Wo heute das Dorf Fischbach steht, waren vor etlichen hundert Jahren nur drei Brüder, "die Seiler" genannt, ansässig. Hans und Jakob wohnten als Nachbarn nebeneinander, während Joachim etwas entfernter in der Mühlimatte hauste, einem Ort, den man heute "zum Hohen Kreuz" nennt. So sparsam die beiden Brüder Hans und Jakob lebten, so gross und übermütig gebärdete sich Joachim, der Älteste. Er wollte nicht Bauern, errichtete eine Schenke und gab in seiner Einbildung sehr viel darauf, dass die Bremgarter ihm die Ehre erwiesen und fleissig in seinem Wirtshaus einkehrten. Da schwatzte er dann in seinem Herrendünkel gar geringschätzig vom Landgewerbe und vermass sich einsten vor den Gästen, dass ihm sein Bauernhof samt Allmend und Waldung feil sein an jeden Städter, der ihm dafür binnen drei Stunden ein Getreidemass voll Silberpfennige, auf denen die abgeschlagenen Häupter der Zürcher Stadtpatrone Felix und Regula geprägt waren, dafür gäbe. Während dieses Gesprächs zechten die Bremgarter Ratsherren tüchtig fort, bis dem betrunkenen Wirt die Augen zufielen. Dann sandten die eilends einen Reiter nach Zürich, der ihnen aus der dortigen Münzstätte den mit Silberpfennigen gefüllten Scheffel herbeibringen sollte. Dann stellten sie den Uhrzeiger in der Wirtsstube zurück. Als indes Joachim wieder erwachte und zur Besinnung gekommen war, reute ihn sein Versprechen, und er hätte den übereilten Handel gerne wieder rückgängig gemacht. Allein nun trat der abgesandte Bote in die Wirtsstube und leerte den Scheffel voll Silberpfennige auf den Tisch. Da es aber zu spät war, so erbat er sich zuletzt noch das Recht, jederzeit nur so viel Holz in dem verkauften Walde schlagen zu dürfen, als die drei Brüder inskünftig für ihre vier Häuser und zwei Scheunen in Fischbach brauchen würden, falls sie diese durch Brand verlieren oder wegen Baufälligkeit einmal abbrechen müssten. Die schlauen Ratsherren bewilligten dies unter der Bedingung, dass diese Häuser stets auf der Alten Baustelle wieder errichtet werden müssten. Daraus zog Bremgarten einen zweifachen Vorteil, denn da die verkaufte Walderung zwischen den drei Brüder noch unverteilt war, so war nun auch der Waldanteil der beiden anderen mit an die Stadt verwettet. Zugleich waren auch sämtliche Nachkommen der drei Brüder von der ausbedungenen Waldnutzung ausgeschlossen, sobald sie einmal in jenen vier Wohnhäuser nicht mehr genügend Raum fanden und an anderen Stellen ihres eingebüssten Erbes sich niederlassen wollten. Bald geschah es auch so.

Das Geschlecht der Seiler in Fischbach macht heute noch einen beträchtlichen Teil der Dorfbevölkerung aus und hat ausser zwei Jucharten (Grössenmass) Gemeindewaldung keine andere Vergünstigung als eben das Anrecht an jenes Bauholz, das ihnen Bremgarten zu den vier Häusern und zwei Scheunen liefern muss, solange dieselben an der alten Stelle erneuert werden. Die Häuser stehen noch, und eine Urkunde über dem Vertrag ist im Besitz des Seilerischen Geschlechts.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wollte sich Bremgarten auch noch von dieser letzten Verpflichtung entbinden und erbot sich, gegen Herausgabe dieser Urkunde dem Dorf einen Wald von etwa 40 Jucharten abzutreten. So verlockend dieses Angebot für ein holzarmes Dorf war, die Bauern liessen sich nicht zum drittenmal fangen. Man schlug den Wald aus, denn er ist gänzlich am Wasser gelegen und wird alljährlich von der wilden Reuss mehr und mehr unterspült und unterfressen. Die Stadt Bremgarten soll dann hierüber sogar einen Prozess versucht haben, wurde dann aber von den Gerichten abgewiesen.

Joachim war jetzt natürlich nicht mehr Herr im Dorfe. Der Handel verdross ihn so sehr, dass er nach St. Gallen auswandern musste und als Mönch im dortigen Kloster starb. In der Nähe seiner alten Wohnstätte die heute eingegangen ist, liegt an der Landstrasse der sogenannte Herrenbrunnen. Dort sieht man zuzeiten noch den Schatten jener schlauen Ratsherren von Bremgarten als murmelnde Gespenster.

Gemeindewappen

Im Jahre 1915 befasste man sich mit der Schaffung eines Gemeindewappens, da kein eigenes vorhanden war. Damals konnte man sich jedoch nicht auf einen Vorschlag einigen.

Erst im Jahre 1938 wurde erstmals ein Gemeindewappen durch den Gemeinderat genehmigt, da der Turnverein eine eigene Fahne anschaffen wollte.

Adrian Boller aus Obermeilen entwarf das heutige Wappen (ein weisser, nach unten gekrümmter Fisch auf rotem Grund).